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Toke­ni­za­ti­on in der Block­chain

Ver­schlüs­sel­te Zah­lun­gen mit Token für mehr Sicher­heit

Definition Tokenization Deutsch

Defi­ni­ti­on Toke­ni­za­ti­on Deutsch

Der eng­li­sche Begriff Toke­ni­za­ti­on (oder auf deutsch „Toke­ni­sie­rung“) bezeich­net einen moder­nen Mecha­nis­mus, der mehr Sicher­heit unter ande­rem bei Zah­lun­gen mit Kre­dit­kar­ten gewähr­leis­tet. Die­ser Mecha­nis­mus ver­min­dert das Risi­ko, dass Daten von Kre­dit­kar­ten aus­ge­späht wer­den. In die­sem Pro­zess wer­den sen­si­ble und ver­trau­li­che Daten in unsen­si­ble Daten, soge­nann­te Tokens, umge­wan­delt.

Anstatt, dass bei­spiels­wei­se voll­stän­di­ge Kre­dit­kar­ten ‑Num­mern online bei einem Händ­ler in einer Daten­bank gespei­chert wer­den, wird bei der Toke­ni­sie­rung eine zufäl­li­ge Zei­chen­ket­te (Token) gene­riert, die Infor­ma­tio­nen zu dem Kar­ten­in­ha­ber und der Trans­ak­ti­on ent­hält. Durch den Händ­ler bzw. den Zah­lungs­emp­fän­ger erfolgt kei­ne direk­te Ver­ar­bei­tung und Spei­che­rung der Zah­lungs­da­ten. Die ver­schlüs­sel­te Über­tra­gung von sen­si­ti­ven Infor­ma­tio­nen erschwert den Miss­brauch von Kre­dit­kar­ten durch Drit­te erheb­lich.

Toke­ni­za­ti­on Block­chain

Bei einer Block­chain (engl.) han­delt es sich um eine kon­ti­nu­ier­lich erwei­ter­ba­re Lis­te von Daten­sät­zen, die mit ver­schie­de­nen Ver­schlüs­se­lungs­tech­ni­ken mit­ein­an­der ver­ket­tet sind. Alle Daten­sät­ze sind gegen Mani­pu­la­ti­on und unbe­fug­tes Lesen geschützt.

Ein gro­ßer Vor­teil der Block­chain liegt in den auto­ma­ti­sier­ten Metho­den, die über ein Netz­werk von Com­pu­tern Trans­ak­tio­nen berech­nen, veri­fi­zie­ren und auf­zeich­nen. So ist kein Zwi­schen­händ­ler oder Drit­ter zur Ver­wal­tung der Daten erfor­der­lich – das spart Zeit und Geld.

Zusätz­lich las­sen sich Ver­mö­gens­wer­te in Form von Tokens leicht han­deln, denn lang­wie­ri­ge und inef­fi­zi­en­te Ver­wal­tungs­pro­zes­se ent­fal­len voll­stän­dig. Toke­ni­sier­tes Kapi­tal kann zudem frei auf­ge­teilt und über­tra­gen wer­den.

Tokenization Blockchain
Tokenization online

Toke­ni­za­ti­on online

Zah­lun­gen per Toke­ni­za­ti­on bzw. mit Token sind ins­be­son­de­re für Händ­ler inter­es­sant, die den Bezahl­vor­gang für ihre Kun­den mög­lichst ein­fach und schnell gestal­ten möch­ten. Toke­ni­sie­rung kann jedoch nicht nur online ein­ge­setzt wer­den: auch off­line kann per Token bezahlt wer­den.

Die Web­sei­te adyen.com hebt „Apple Pay“ als eine der bekann­tes­ten Zahl­ar­ten her­vor. Apple ver­wen­det Tokens auch für kon­takt­lo­se In-Store-Trans­ak­tio­nen.

Toke­ni­za­ti­on Python

Falls Sie in Ver­bin­dung mit dem Begriff „Python“ von Toke­ni­sie­rung gehört haben, dann möch­ten wir für Sie an die­ser Stel­le kurz auf den Zusam­men­hang ein­ge­hen:

Python ist eine leicht zu erler­nen­de Pro­gram­mier­spra­che, die sich sehr viel­sei­tig ein­set­zen lässt. Die häu­figs­ten Ein­satz­ge­bie­te sind in dem Com­pu­ter-Betriebs­sys­tem Linux sowie auf vie­len mobi­len Betriebs­sys­te­men. Die Pro­gram­mier­spra­che Python ent­hält eine Funk­ti­on mit dem Namen „Toke­ni­za­ti­on“, die genau das macht, woher sie ihren Namen hat: Tex­te, Daten und Infor­ma­tio­nen in ver­schlüs­sel­te Token Objek­te umwan­deln. Mit Hil­fe von soge­nann­tem Toke­ni­za­ti­on Par­sing kön­nen die Tokens wie­der in sen­si­ti­ve bzw. les­ba­re Daten umge­wan­delt wer­den.

Tokenization Python
Stateless Tokenization SST

Stateless Toke­ni­za­ti­on

Digi­ta­le Tech­no­lo­gi­en und Geschäfts­mo­del­le ent­wi­ckeln sich expo­nen­ti­ell wei­ter. Wäh­rend Toke­ni­za­ti­on noch dabei ist sich auf Wirt­schafts­märk­ten zu eta­blie­ren, geht Stateless Toke­ni­za­ti­on (SST) bereits einen Schritt wei­ter: SST ist eine neue Toke­ni­sie­rungs­tech­no­lo­gie, die es Unter­neh­men ermög­licht Kos­ten und Kom­ple­xi­tät zu sen­ken und gleich­zei­tig die Sicher­heit von Pro­zes­sen in Unter­neh­men noch wei­ter zu erhö­hen – nicht nur bei der Imple­men­tie­rung, son­dern auch bei der Wei­ter­ent­wick­lung und dem Wachs­tum.

Toke­ni­za­ti­on Real Esta­te

Auch in der Immo­bi­li­en­bran­che nimmt die Bedeu­tung der Toke­ni­sie­rung wei­ter­hin zu. Mit Block­chain Tech­no­lo­gie tritt das Immo­bi­li­en­ei­gen­tum end­gül­tig in das digi­ta­le Zeit­al­ter ein.

Ein Secu­ri­ty Token reprä­sen­tiert das Eigen­tum an einer Immo­bi­lie als „vir­tu­el­ler Wert­ge­gen­stand“ und bedeu­tet (vor allem auf­grund der ein­fa­chen und schnel­len Ankaufs- und den Finan­zie­rungs­pro­zes­se) sehr hohe Fle­xi­bi­li­tät.

Auf der einen Sei­te pro­fi­tie­ren Unter­neh­men von einer schnel­len Beschaf­fung von neu­em Kapi­tal. Auf der ande­ren Sei­te bie­tet sich Inves­to­ren die Mög­lich­keit Inves­ti­tio­nen in Wert­pa­pie­re so ein­fach und schnell wie noch nie durch­zu­füh­ren. Neben rei­nen Inves­ti­tio­nen kön­nen mit Hil­fe der Toke­ni­sie­rung über die Block­chain auch Trans­ak­tio­nen wie Käu­fe, Ver­käu­fe und Finan­zie­run­gen abge­wi­ckelt wer­den.

Tokenization Real Estate